Wir testen die Gastronomie.
Sicher Sicher to eat! Was wir machen und warum?
Essen soll einem schmecken, wobei Geschmäcker verschieden sind, aber was noch viel wichtiger ist, wenn man in Restaurants, Cafés oder Bistros isst, das die Zutaten, sauber, frisch und hygienisch zubereitet sind. Sowie alle Geräte und Lagerbereiche, sauber und sicher sind. Damit es Sicher ist dort zu Essen und zu trinken. Leider kann man, dass als Gast in der Regel schlecht beurteilen, denn wer prüft schon die Keime in der Küche oder das Öl, Kühltemperatur, die Lagerung, ob es ausreichend und die richtigen Feuerlöscher gibt, das Wifi gesichert ist usw., wenn er ein Restaurant betritt. Es gibt keine Transparenz, da die Berichte vom Gesundheitsamt nicht öffentlich sind. Wir wollen das ändern, schon aus Eigeninteresse.

1. Information

1. Information

Bitte lesen Sie sich die Bedingungen und Ablauf unseres Zertifizierungsablaufes durch. Bei erfolgreicher Zertifizierung stimmen sie einer Veröffentlichung des Testberichtes zu.

2. Anmelden

2. Anmelden

Melden Sie Ihren Betrieb zur Zertifizierung kostenpflichtig für eine jährliche Zertifizierungsprüfung für 99,- € pro Jahr und Prüfung inklusive Mehrwertsteuer derzeit an.

3. Bestätigung & Rechnung

3. Bestätigung & Rechnung

Sie erhalten von uns eine Bestätigung per Email und eine Rechnung über 99,- € für die erste Prüfung. Nach Zahlung der Rechnung nehmen wir Ihren Betrieb in die Planung auf.

4. Unangemeldete Prüfung

4. Unangemeldete Prüfung

Wir werden ohne Voranmeldung eine Prüfung auf Sicherheit, Hygiene und Cyberrisiko durchführen. Bitte stellen Sie sicher das die Prüfung in Ihrem Interesse durchgeführt werden kann.

5. Laboranalyse

5. Laboranalyse

Wir werden kleine Proben von Lebensmittel, sowie Proben auf Keim & Bakterienbelastung nehmen und diese später auswerten.

6. Zusendung Prüfbericht & Zertifizierung

6. Zusendung Prüfbericht & Zertifizierung

Sie erhalten den detaillierten Prüfbericht mit Laborwerten und Erklärung, sowie im Falle eines positiven Bescheides die Zertifizierungsurkunde und Plakette. Der Prüfbericht wird auch online auf unserer Webseite veröffentlicht.

Vorteile

Vorteile für die Gastronomie


• Sie können sich von Mitbewerbern differenzieren und erhalten einen Wettbewerbsvorteil
• Anerkannte Zertifizierung mit Vorteilen bei Versicherungen und Dienstleistern
• Detaillierter Prüfbericht mit Laborwerten für Ihre Unterlagen und zur freien Verwendung
• Kein warten auf Regulierungen durch den Gesetzgeber
• Attraktivitätserhöhung für neue Gäste
• Geringe Kosten, hohe Werthaltigkeit
• Hohe Transparenz



Vorteile für Ihre Gäste


• Unabhängige Bestätigung der Hygiene und Sicherheit
• Hemmschwelle für neue Gäste wird reduziert
• Sicheres Gefühl beim Essen und Trinken bei Ihnen
• Transparente Online Überprüfung des Zertifikats und des Prüfungsberichtes jederzeit möglich
• Kein warten mehr auf Regulierungsvorhaben durch den Gesetzgeber oder einer Behörde
• Vergleichbarkeit von andereren gleichartigen gastronomischen Betrieben für die Gäste möglich

Zertifizierung


* 3 Stars = befriedigend Schulnote: 3,4 – 2,5.
Dieser Betrieb erhielt mindestens 72 von 100 Punkten der Anforderungen für Sicher Sicher to Eat: Hygiene, Sauberkeit, Sicherheit, Cyber Risiken.
* 4 Stars = Gut. Schulnote: 2,3 -2,0.
Dieser Betrieb erhielt mindestens 82 von 100 Punkten der Anforderungen für Sicher Sicher to Eat: Hygiene, Sauberkeit, Sicherheit, Cyber Risiken.
* 5 Stars = Sehr gut. Schulnote: 1,9 -1,0.
Dieser Betrieb erhielt mindestens 90 von 100 Punkten der Anforderungen für Sicher Sicher to Eat: Hygiene, Sauberkeit, Sicherheit, Cyber Risiken. Betriebe die nicht die Mindestzahl von 72 Punkten erhalten, bekommen keine Plakette. Sie erhalten ein detailliertes Testprotokoll und haben die Wahl das nächste Jahr erneut getestet zu werden.

Sicher Sicher to eat!

Was wir machen und warum?

Essen soll einem schmecken, wobei Geschmäcker verschieden sind, aber was noch viel wichtiger ist, wenn man in Restaurants, Cafés oder Bistros isst, das die Zutaten, sauber, frisch und hygienisch zubereitet sind. Sowie alle Geräte und Lagerbereiche, sauber und sicher sind. Das es Sicher ist dort zu Essen und zu trinken. Leider kann man, dass als Gast in der Regel schlecht beurteilen, denn wer prüft schon die Keime in der Küche oder das Öl, Kühltemperatur, die Lagerung, ob es ausreichend und die richtigen Feuerlöscher gibt, das Wifi gesichert ist usw., wenn er ein Restaurant betritt. Es gibt keine Transparenz, da die Berichte vom Gesundheitsamt nicht öffentlich sind. Wir wollen das ändern, schon aus Eigeninteresse. Und haben anhand der Prüfvorgaben des Gesundheitsamtes, der gesetzlichen Unfallversicherung, Cyberrisiken Abwehr und persönlichen Präferenzen und Erfahrungen einen Test mit fester Bewertung und absoluten No Go Kriterien erstellt. Mit Sicher Sicher to Eat bieten wir jedem Restaurant den jährlichen unangemeldeten Test an für 99,- €. Das Protokoll mit detaillierter Bewertung wird von uns auf unserer Webseite veröffentlicht, und das geprüfte Restaurant erhält eine Plakette für die Eingangstür von uns. So kann jeder Gast sofort erkennen, dass es hier Sicher Sicher to Eat ist. Wir sind uns sicher, dass sich dadurch die Spreu vom Weizen trennt, und sich alle Guten und Sauber arbeitenden Restaurants diesen freiwilligen Test unterziehen werden. Die Restaurants die den Test nicht bestanden haben, dürfen wir aufgrund rechtlicher Gründe nicht veröffentlichen. Daher ist die Plakette an der Eingangstür ein wichtiges Zeichen für uns als Gäste, besonders, wenn wir die Lokalität nicht kennen.

Welche Lebensmittelkeime gibt es und was bewirken sie?

Campylobacter

Obwohl Salmonellen die bekanntesten Lebensmittelkeime sind - Infektionen mit Campylobacter kommen häufiger vor. In Deutschland werden jedes Jahr circa 70.000 Fälle laut dem Robert-Koch-Institut gemeldet. Die Bakterien kommen vor allem in rohem Geflügelfleisch vor, daher achten Sie immer darauf das Geflügelfleisch gut durchgebraten ist. Denn wie die meisten Lebensmittelkeime können Sie Campylobacter durch Erhitzen abtöten. Seltener wird das Bakterium auch in Rohmilch und in Rind- und Schweinefleisch gefunden.

Im Gegensatz zu Salmonellen kann Campylobacter zwar eine gewisse Zeit in Lebensmitteln überleben; der Keim vermehrt sich aber nicht im Essen, sondern erst im menschlichen Körper. Patienten bekommen erst nach zwei bis fünf Tagen Bauchschmerzen und Durchfall. Auch Kopfweh und Fieber können auftreten. In seltenen Fällen leiden Patienten an Nervenerkrankungen und Gelenkentzündungen. Wichtigste Gegenmaßnahme bei Durchfall: Den Wasserhaushalt wieder auffüllen. Also viel trinken, mindestens drei bis vier Liter am Tag. Am besten eignen sich gezuckerte Tees oder salzhaltige Suppen, mit denen Sie gleichzeitig dem Salzverlust ausgleichen können.

Salmonellen

Salmonellen verursachten deutschlandweit etwa 25.000 Lebensmittelinfektionen. Salmonellen findet man vor allem auf Eiern sowie in rohem Schweine- und Geflügelfleisch. Meist aber nur in geringer Zahl, so dass man frische Lebensmittel ohne Reue verspeisen kann. Wenn Sie Eier aufschlagen, um eine frische Mayonnaise, ein leckeres Tiramisu, Pudding oder Ähnliches zuzubereiten, werden eventuell einige Erreger von der Schale in die Speise gespült. Ihre Zahl verdoppelt sich bei Raumtemperatur stündlich. Lassen sie daher diese Speisen nicht mehrere Stunden ungekühlt bei Raumtemperatur stehen. Über tierischen Dünger oder kontaminiertes Wasser können die Keime auch auf Gemüse gelangen. Man sollte rohes Gemüse daher immer gut abspülen. Es gibt aber auch aktuelle Studien, die besagen, dass sich die Keime auch innerhalb des Gemüses vermehren und halten können. Am häufigsten verursachen die Bakterienarten Salmonella Typhimurium und Salmonella Enteritidis die Beschwerden. Im Vergleich zu Campylobacter-Infektionen treten die Symptome deutlich früher auf: bereits nach acht bis 72 Stunden. Auch eine sogenannte Salmonellose äußert sich durch Durchfall und Erbrechen. Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber und Kopfschmerzen können hinzukommen. Die Krankheitssymptome können mehrere Tage andauern.

Escherichia coli

Jeder hat Escherichia-coli-Bakterien in seinem Darm und das ist auch gut so. Denn die meisten Stämme sind nützlich und hindern andere Keime daran sich auszubreiten. Es gibt aber auch einige krankheitserregende E.-coli-Bakterien. Manche von ihnen produzieren zusätzlich Giftstoffe und machen dann besonders krank. Ein Beispiel dafür ist EHEC, an dem 53 Menschen starben. So genannte enterohämorrhagische Escherichia coli, kurz EHEC, bilden Shigatoxine, die wichtige Zellen im Darm zerstören. EHEC-Bakterien gelangen durch rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, Rohmilch und daraus hergestellte Produkte wie Rohmilchkäse in den Körper. Auch auf Obst und Gemüse können die Erreger vorkommen, wenn die Lebensmittel mit Tierdung oder verunreinigtem Wasser in Kontakt kamen. Man kann sich aber auch anstecken, wenn man infizierte Tiere streichelt. Zwei bis neun Tage nach der Ansteckung bekommen Patienten Durchfall und schwere Bauchkrämpfe. Ihnen kann übel sein, Erbrechen ist aber selten und sie haben kein Fieber. Nach maximal einer Woche sollte der Durchfall wieder abgeklungen sein. In zehn bis 20 Prozent der Fälle entsteht eine Darmentzündung, die sich durch Blut im Stuhl und kolikartige Bauchschmerzen äußert. Fünf bis zehn Prozent dieser Patienten entwickeln eine lebensbedrohliche Komplikation, das so genannte hämolytisch-urämische Syndrom, kurz HUS. Es kommt zu akutem Nierenversagen und Blutarmut. Meistens sind Kinder von diesem schweren Verlauf der EHEC-Infektion betroffen. Zur Therapie verschreibt der Arzt in der Regel kein Antibiotikum, denn die Bakterien produzieren im Überlebenskampf noch mehr Giftstoffe. Neben EHEC gibt es weitere E.-coli-Stämme, die giftige Stoffe produzieren: enterotoxische E. coli, kurz ETEC. Sie sind bei Urlaubern gefürchtet, weil sie die häufigste Ursache für Reisedurchfall sind. Meist werden sie durch fäkale Kontaminationen auf die Lebensmittel übertragen. Die Symptome erscheinen nach wenigen Stunden und Patienten bekommen Durchfall, Bauchkrämpfe, Erbrechen und leichtes Fieber. Es kann bis zu 19 Tage dauern, bis die Beschwerden wieder abgeklungen sind.

Yersinien

Am gefährlichsten ist Yersinia pestis, der Erreger der Pest. Er wird vor allem von Rattenflöhen übertragen und führt unbehandelt oft zum Tod. Zum Glück gilt Yersinia pestis in Europa als ausgerottet. Dafür hat in den vergangenen Jahrzehnten die Bedeutung einer anderen Yersinien-Art zugenommen: Yersinia enterocolitica. Eine so genannte Yersiniose holt sich wahrscheinlich am schnellsten, wer rohes Hackfleisch verzehrt. Grundsätzlich sind Yersinien in nicht durcherhitzten tierischen Lebensmitteln zu finden, vor allem in Schweinefleisch. Yersinien lösen heftige Magen-Darm-Infekte mit Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen und Fieber aus. Da die Bauchschmerzen besonders in der rechten Leistengegend auftreten, wird manchmal fälschlicher Weise eine Blinddarmentzündung diagnostiziert. In seltenen Fällen werden die Beschwerden chronisch und es kommt zu Folgekrankheiten, wie beispielweise einer Herzmuskelentzündung oder einer Entzündung des Unterfettgewebes, die mit schmerzhaften roten Knötchen einhergeht.

Shigellen

Bei Shigellen sind, wie bei ETEC, Übertragungen von Mensch zu Mensch die häufigste Ursache für eine Infektion. Durch Verunreinigungen mit Kot gelangen die Bakterien ins Trinkwasser, auf Lebensmittel oder werden durch Fliegen weitergegeben. In Deutschland treten die meisten Infektionen als Folge eines Auslandsaufenhalts auf. Manche Shigellenarten stellen Gifte her, die die Schleimhaut des Darms reizen und möglicherweise Entzündungen hervorrufen. Nach ein bis vier Tagen bekommen infizierte Durchfall, der blutig oder eitrig sein kann, Bauchkrämpfe und oft hohes Fieber. Es besteht für Vier Wochen Ansteckungsgefahr.

Lysterien

Die Zahl der Listeriose-Erkankungen pro Jahr ist mit 350 in Deutschland relativ gering. Dennoch ist diese Infektion besonders gefährlich, da ein Viertel der Erkrankten diese Lebensmittel-Infektion nicht überlebt. Bei Schwangeren kann die Krankheit zu Missbildungen beim Kind oder sogar zu einer Totgeburt führen. Listerien können in Menschen und Tieren wachsen, überleben aber auch außerhalb lebender Organismen. Häufig sind sie zum Beispiel in verdorbenem Futter für Kühe und Schweine zu finden. Die wichtigste Infektionsquelle für den Menschen sind Verzehrs fertige Lebensmittel, zum Beispiel Rohmilchprodukte, bestimmte Käsesorten oder Räucherfisch. Listerien sind besonders widerstandsfähig und wachsen auch im Kühlschrank munter weiter - allerdings langsamer als bei höheren Temperaturen. Durch Hitze kann man die Keime abtöten. Listeriose-Patienten haben in der Regel grippeähnliche Symptome. Sie bekommen Fieber und Muskelschmerzen. Das Hirn oder die Hirnhaut können sich entzünden, möglicherweise werden auch andere Organe von den Listerien befallen. Wenn sich die Infektion noch weiter ausbreitet, kommt es zu einer gefährlichen Blutvergiftung.

Vibrio cholerae

Cholera-Bakterien wachsen nur im menschlichen Darm. Infektionen über Lebensmittel oder Trinkwasser sind möglich, wenn diese mit menschlichen Fäkalien verunreinigt sind. Die Erreger können im Süßwasser vier bis sieben Tage überleben. In Deutschland werden pro Jahr bis zu sieben Cholera-Infektionen gemeldet, meist waren Betroffenen in Risikoländern unterwegs. Infizierte bekommen sehr starke Durchfälle, der Körper verliert hier bis zu 25 Liter Flüssigkeit am Tag. Als Folge können Muskelkrämpfe, Blutdruckabfall, Bluteindickung, Herzrasen oder ein Kreislaufkollaps auftreten. Wenn man den extremen Wasser- und Salzverlust behandelt, ist die Krankheit aber in 99 Prozent der Fälle heilbar.

Clostridien

Manche Bakterien lösen Durchfall nicht direkt aus, sondern produzieren Giftstoffe, die in den Körper gelangen. Dann spricht man von einer Lebensmittelvergiftung. Schuld an einer solchen Vergiftung können zum Beispiel Clostridien oder bestimmte Bazillen sein. Die meisten Erreger in Lebensmitteln sterben beim Kochen ab. Clostridien nicht. Eine Vermehrung von Clostridien droht in unzureichend sterilisierten, luftdicht verschlossenen Lebensmitteln, etwa selbst eingemachten Konserven oder Einmachgläsern. Die gefährlichste Lebensmittelvergiftung mit bakteriellen Giften ist der Botulismus. Clostridium botulinum heißt der Verursacher. Schon 0,1 bis ein Mikrogramm seines Giftes sind tödlich. Erste Anzeichen von Botulismus sind Magen-Darm-Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Betroffene fühlen sich zunächst schwach und matt, sind heißer und haben Schluckbeschwerden. Später sehen sie doppelt und ihre Muskulatur in Gesicht, Zunge, Nacken, Armen und Beinen erschlafft, denn das Gift hemmt die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskulatur. Schließlich kommt es zur Atemlähmung und zum Herzstillstand. Um Botulismus vorzubeugen, achten Sie auf aufgetriebene Konserven. Ist der Deckel gewölbt, sollten Sie den Inhalt lieber nicht mehr essen. Deutlich harmloser sind Lebensmittelvergiftungen, die durch Clostridium perfringens ausgelöst werden. Betroffene bekommen innerhalb eines Tages Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Die Beschwerden klingen in der Regel nach zwei Tagen auch ohne Behandlung wieder ab. Gelangt das Bakterium in Wunden kann es dort schwere Infektionen verursachen, den sogenannten Gasbrand.

Bacillus cereus

Bacillus cereus ist ein Lebensmittel-vergiftendes Bakterium. Seine Sporen nisten sich häufig in rohem Reis ein und Keimen beim Kochen aus. Wird der gekochte Reis unterhalb von 65 Grad warmgehalten, vermehren sich die Keime und bilden Giftstoffe. Das Bakterium kann aber auch über Staub- und Erdpartikel in die Nahrung gelangen. Bacillus cereus kann zwei verschiedene Erkrankungsformen auslösen. Wer großen Mengen dieses Bakteriums mit der Nahrung zu sich nimmt, bekommt eventuell innerhalb eines Tages Durchfall und Bauchkrämpfe. Die Aufnahme der im Lebensmittel gebildeten hitzestabilen Giften löst innerhalb weniger Stunden Übelkeit und Erbrechen aus. Es kann auch ein Durchfall hinzukommen.

Staphylokokken

Staphylococcus aureus ist weit verbreitet und kommt bei bis zu 50 Prozent der Menschen natürlicherweise auf Haut und Schleimhäuten vor. Somit findet man die Erreger in allen Arten von Lebensmitteln, die mit Händen berührt oder über Husten und Niesen kontaminiert wurden. Besonders gut vermehrt sich das Bakterium in proteinreichem Essen wie aufgeschnittenem Braten, Kartoffelsalat, Pudding, Cremetorten und Ähnlichem, wenn diese nicht ausreichend gekühlt werden. Manche Stämme produzieren hitzestabile Gifte, sogenannte Enterotoxine. Kommen diese in der Nahrung vor, droht eine Lebensmittelvergiftung mit typischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Diese Symptome treten schon eine halbe bis acht Stunden nach Verzehr der vergifteten Nahrung auf. In den meisten Fällen hören die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen selbständig auf. Dennoch wird empfohlen zur Abklärung bei Beschwerden der genannten Infektionen einen Arzt aufzusuchen.

Kontakt Info

  •   +49 40 - 645 666 16
  •   Rödingsmarkt 9, 20459 Hamburg
  •   Fragen@sichersichertoeat.de.

Hygiene


Für die Gastronomie ist hier vor allem die Lebensmittelhygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004 relevant, die durch die deutsche “Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln (Lebensmittelhygieneverordnung – LMHV)” vom 08. August 2007 ergänzt wird. Aber auch zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen sind für den Gastronomen beachten.
Nichts gefährdet die betriebliche Existenz mehr als die (entdeckte) Missachtung von Betriebs- und/oder Personalhygienevorschriften. Aus diesem Anlass haben wir hier die wichtigsten für Sie skizziert:

1. Infektionsschutzgesetz

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist eine mündliche und schriftliche Belehrung über Tätigkeits- und Beschäftigungsverbote mit Lebensmitteln notwendig. Belehrt werden müssen sowohl der Unternehmer als auch die Angestellten, die mit folgenden Lebensmitteln direkt (mit der Hand) oder indirekt über Bedarfsgegenstände (z. B. Geschirr, Besteck und andere Arbeitsmaterialien) in Kontakt kommen:

– Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus
– Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis
– Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus
– Eiprodukte
– Säuglings- und Kleinkindernahrung
– Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
– Backwaren mit nicht durchbackender oder durcherhitzter Füllung oder Auflage
– Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen

Die Erstbelehrung ist durch das Gesundheitsamt oder einen vom Gesundheitsamt beauftragten Arzt mündlich und schriftlich durchzuführen. Die Bescheinigung des Gesundheitsamtes über die Erstbelehrung darf bei Tätigkeitsbeginn nicht älter als drei Monate sein. Außerdem ist der Unternehmer zukünftig dazu verpflichtet, betreffende Mitarbeiter nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und dann jährlich über die Tätigkeitsverbote und Verpflichtungen zu belehren und hat dies zu dokumentieren. Diese Belehrung ersetzt nicht die regelmäßige Belehrung nach der Lebensmittelhygieneverordnung. Eine solche Belehrung benötigt nicht, wer über ein gültiges Lebensmittelzeugnis nach §§ 17 und 18 Bundesseuchengesetz verfügt.

2. Lebensmittelhygieneverordnung und HACCP

Der Gesetzgeber verlangt von allen Lebensmittelbetrieben, die Maßnahmen zur Umsetzung der Lebensmittelhygieneverordnung zu dokumentieren. Art und Umfang der Dokumentation ist den Unternehmen nicht vorgegeben. Hierüber ist selbst zu entscheiden und insbesondere die Frage zu stellen, ob und wie das Unternehmen zur eigenen Sicherheit und zur Transparenz nach Außen das Getane nachvollziehbar machen möchte.

Als Bestandteil des betriebseigenen Kontrollkonzeptes wird durch die Lebensmittelhygieneverordnung auch die Durchführung von Mitarbeiterschulungen erstmals zwingend vorgeschrieben. Der Inhaber des Betriebes hat zu gewährleisten, dass Personen, die mit Lebensmitteln umgehen, entsprechend ihrer Tätigkeit und unter Berücksichtigung ihrer Ausbildung in Fragen der Lebensmittelhygiene unterrichtet oder geschult werden. Über welchen Inhalt die Schulung verfügen muss, wer sie durchführt und wie sie zu erfolgen hat, wird in das Ermessen des Betriebsinhabers gestellt. Selbstverständlich müssen jedoch auch die allgemeinen Hygieneanforderungen des § 3 sowie die besonderen Hygienebedingungen des jeweiligen Arbeitsplatzes Bestandteil einer solchen Schulung sein.

3. Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel

bestimmte Behandlungsarten und Zusatzstoffe in Lebensmitteln müssen auf den Getränke- und Speisekarten entweder bei der jeweiligen Speise bzw. dem jeweiligen Getränk oder aber als Fußnote angegeben werden, wenn mit einem Zeichen bzw. einer Kennziffer deutlich auf diese Fußnote hingewiesen wird.

Folgende Zusatzstoffe/Behandlungen sind zu kennzeichnen:
– Konservierungsstoffe (z. B. Sorbinsäure, Benzoesäure, PHB-Ester, Ameisensäure)
– Farbstoffe einschließlich Zuckerkulör
– Süßstoffe (Saccharin, Cyclamat, Aspartam mit Phenylanalin, Acesulfam)
– Phosphat
– Milcheiweiß
– Antioxidationsmittel
– Geschmacksverstärker
– Jodiertes Speisesalz
– geschwefelt
– gewachst (bei gewachsten Zitrusfrüchten, Melonen, Äpfeln und Birnen)
– chininhaltig
– coffeinhaltig

Möglicher Wortlaut: “mit Konservierungsstoff Sorbinsäure”, “mit Süßstoff Saccharin”, “mit Farbstoff”, “geschwefelt” etc. Für diätetische Lebensmittel gelten besondere Kennzeichnungsvorschriften, die in der Diätverordnung und in der Verordnung über vitaminisierte Lebensmittel festgelegt sind.

4. Überprüfung durch Veterinäramt, Gesundheitsamt, Gewerbeaufsichtsamt

Gaststätten werden regelmäßig durch die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden (Veterinärämter, Ordnungsämter) dahingehend überprüft, ob sie die Vorschriften des Lebensmittelrechts einhalten (u.a. die Lebensmittelhygieneverordnung).

- Die Mitarbeiter der Überwachungsbehörde dürfen (in begründeten Verdachtsfällen auch in Zusammenarbeit mit der Polizei) die Geschäftsräume besichtigen, Einsicht nehmen in die Geschäftspapiere und -bücher und (gegen Empfangsbestätigung) Proben nach ihrer Auswahl zur Untersuchung entnehmen.
- Die Überwachungsbehörden sind dazu verpflichtet, bei den Kontrollen einen Teil der Proben zurückzulassen; diese Proben sind amtlich zu verschließen oder zu versiegeln.
- Die Gegenprobe soll dem betroffenen Unternehmen die Möglichkeit geben, die Proben von einem staatlich zugelassenen privaten Sachverständigen überprüfen zu lassen.
- Die Beamten des Gewerbeaufsichtsamtes überprüfen ebenfalls regelmäßig die Einhaltung der baulichen Auflagen.

5. Getränkeschankanlagen

Getränkeschankanlagen sind Anlagen, aus denen mit oder ohne Betriebsüberdruck Getränke an den Gast ausgeschenkt werden. Der Gastwirt hat die Anlage in betriebssicherem Zustand zu erhalten, hygienisch einwandfrei und ordnungsgemäß zu betreiben, zu überwachen und zu warten. Die Getränkeschankanlagenverordnung, die früher den Betrieb und die Reinigung von Schankanlagen geregelt hat, ist zum 30.06.2005 außer Kraft getreten.

Was sollte der Betreiber einer Getränkeschankanlage beachten, wenn es um die Hygiene seiner Getränkeschankanlage geht?

Die verbindliche Vorschrift des § 11 der Getränkeschankanlagenverordnung gibt es seit dem 30.06.2005 nicht mehr. Danach mussten Getränkeschankanlagen nach Bedarf, mindestens jedoch die Getränkeleitungen einschließlich der Zapfarmaturen alle zwei Wochen gereinigt werden. Es liegt nun in der alleinigen Verantwortung des Betreibers, in welchen Fristen er seine Schankanlage reinigt. Er hat sich dabei jedoch am Stand der Technik zu orientieren, wenn er seiner Verantwortung gerecht werden will, d. h. an den Orientierungswerten für Reinigungsintervalle in der DIN 6650-6. Dort ist festgelegt, dass die regelmäßige Reinigung der Getränkeschankanlage (u. a. Zapfkopf, Getränkeleitungen, Zapfarmatur) sich an folgenden Intervallen orientieren soll:

Orientierungswerte für Reinigungsintervalle nach DIN 6650-6

Die sicherheitstechnischen Anforderungen in der Getränkeschankanlagenverordnung sind ebenfalls außer Kraft gesetzt, sie sind fortan in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) geregelt.

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